Berufseinstieg inklusive

Berufseinstieg inklusive

21. April 2017: Start des Pilotdurchgangs

Junge Menschen mit Lernbehinderungen sind in ihren Chancen auf Integration und Inklusion in den Arbeitsmarkt und Zugang zu beruflicher Bildung benachteiligt – sogar mehrfach, wenn weitere diskriminierende Diversity-Faktoren hinzukommen wie z.B. Geschlecht und Migrationshintergrund.

Projektziele

Verbesserter Zugang von jungen Menschen mit Lernbehinderungen in berufsvor­bereitende Maßnahmen und anschließende Übernahme in eine betriebliche (!) Ausbildung. In der Projektlaufzeit werden 40 Teilnehmende die BvB-Reha durchlaufen.

Öffnung von Betrieben für die Ausbildung junger Menschen mit Lernbehinderungen sowie Unterstützung der Personal­entwicklung in Betrieben, damit diese ausbildungsfähig und -befugt werden. Die kooperierenden Betriebe beschäftigen die Teilnehmenden an drei Tagen pro Woche in den Bereichen Hauswirtschaft und Pflege. Im Anschluss bekommen die Teilnehmenden ein Ausbildungsangebot.

Einführung eines neuen IHK-Berufs in Berlin: „Fachpraktiker/in für personale Dienstleistungen“. Vorbild ist das Thüringer Rahmencurriculum, die BvB-Anteile in Betrieben werden entsprechend ausgerichtet. Von Beginn an wird der Prozess mit der IHK Berlin abgestimmt.

Aktivitäten

  • Berufsorientierung an Schulen (mit Förder­schwerpunkt Lernen) in den Berufsfeldern Pflege und Hauswirtschaft, inkl. Berufsfeld­erkundungen, betriebliche Praktika für Schüler/innen, Eignungsfeststellungen
  • Durchführung Berufsvorbereitender Maßnahmen (BvB) in kooperierenden Betrieben, mit pädagogischer Begleitung der Teilnehmenden, Potentialermittlungen
  • Personalentwicklung in Betrieben: Ausbildungs-Know-how und AEVO, ReZa (Rehabilitationspädagogische Zusatzqualifikation), Diversity-Trainings

Ergebnisse

  • Didaktisches Konzept einer berufs­vorbereitenden Maßnahme (BvB) in der Kombination von hauswirtschaftlichen und pflegerischen Anteilen. Konzepte und Good-Practice werden veröffentlicht, damit Unternehmen und Bildungsträger sie übernehmen können.
  • Die beteiligten Betriebe sind in der Lage auszubilden.
  • Die Teilnehmenden beginnen nach erfolgreicher BvB eine Ausbildung nach ihren Wünschen und Fähigkeiten.
  • Betriebe der Behindertenhilfe haben während der Projektlaufzeit „ambulante Stützsysteme für ein selbstständiges Leben und Wohnen von Menschen mit Behinderungen“ aufgebaut (im Sinne der UN BRK und des Bundesteilhabe­gesetzes der BRD). Hier entstehen weitere Arbeitsplätze für die „Fach­praktiker_innen für personale Dienst­leistungen“.
  • Rahmenbedingungen und Infrastruktur für den (in Berlin) neuen Ausbildungs­beruf „Fachpraktiker_in für personale Dienstleistungen“ sind hergestellt.
  • Betriebe sind ausbildungskompetent, sowohl formal als auch für die Inhalte und die Zielgruppe der Ausbildung und bieten Ausbildungsplätze an
  • Die Berufsschule ist auf den Ausbil­dungsbeginn vorbereitet
  • Ein Berliner Rahmencurriculum für den_die „Fachpraktiker_in für personale Dienstleistungen“ liegt vor. Die IHK nimmt die Prüfungen ab.

Förderung

Das Projekt Berufeinstieg inklusive wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Berlin.

Berufseinstieg inklusive (Logo Europäische Union - Europäischer Sozialfonds)Berufseinstieg inklusive (Logo ESF im Land Berlin)

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